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Mit 20 Jahren übernahm Reichelt seine erste Führungsposition und erlebte, wie entscheidend die Erfahrung älterer Menschen für das Unternehmertum ist. Alles, was er selbst noch nicht hatte. Er dachte sich: Das musst du jetzt lernen und nicht erst teuer erfahren.
Dieselbe Überlegung trägt heute alles, was hier steht.
Warum Start-ups scheitern
80 bis 90 Prozent der Start-ups scheitern in den ersten Jahren. Als Gründe werden meist falsche Geschäfts- und Preismodelle genannt, mangelnde Nachfrage, finanzielle Probleme, Konflikte im Gründerteam.
Nach Reichelts Erfahrung ist die häufigste Ursache im DACH-Raum eine andere: die fehlende Eignung der Gründer zum Unternehmer. Nicht die Idee, nicht der Businessplan. Das Mindset und die Soft Skills.
Jede Insolvenz ist eine persönliche Katastrophe für die Betroffenen und ein Verlust für Wirtschaft und Gesellschaft. Das ist der Grund für alles Folgende.
Philanthropie
Begleitung, unentgeltlich
Mentoring, Coaching und massgeschneiderte Inkubator-Programme für ambitionierte Gründerinnen und Gründer. Eingebracht werden fast fünfzig Jahre Erfahrung aus Unternehmensgründungen, strategische Beratung in Marketing und Unternehmensführung sowie ein Netzwerk von Experten.
Der Weg bleibt bei den Gründerinnen und Gründern. Ihre Selbständigkeit zu stärken, ist der Zweck der Sache.
Founders Oriented to Nonprofit Thinking
Viele gesellschaftlich sinnvolle Gründungen (ein Kinderheim, ein neues Pflegekonzept, ein Bildungsangebot für benachteiligte Jugendliche) scheitern nicht an der Idee, sondern am Kapital. Private Investoren und klassische Venture-Capital-Modelle greifen hier nicht.
Der GR-FONT stellt Startmittel ohne Rückzahlungsverpflichtung bereit. Finanziert aus 10 Prozent der Erlöse des Buches, 10 Prozent der Erlöse aus Beteiligungen, 10 Prozent der Honorareinnahmen der Albis Philanthropie sowie aus Spenden.
«Der GR-FONT ist keine Investition in Rendite, sondern ein Beitrag zu einer besseren Zukunft.»
Foundation
Unternehmertum, Lebensqualität und Bildung
Die gemeinnützige Transpareo Foundation mit Sitz in Zug befindet sich in Gründung. Sie fördert Unternehmertum, Lebensqualität und Bildung und versteht selbständiges Handeln und die Übernahme von Verantwortung als zentrale Hebel, damit Menschen und ganze Regionen ihre Lebensumstände aus eigener Kraft verbessern.
Sie erhält 51 Prozent des Aktienkapitals der Transpareo AG. Die Stiftung untersteht dem Eidgenössischen Departement des Innern und der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht (ESA), die sicherstellt, dass das Stiftungsvermögen seinem Zweck gemäss verwaltet und verwendet wird.
Der erste mögliche Schwerpunkt
Kleinunternehmertum wird in weiten Teilen der Welt zur wesentlichen Grundlage künftigen Einkommens. Mit der Durchdringung nahezu aller unternehmerischen Bereiche durch künstliche Intelligenz fällt ein erheblicher Teil bestehender Arbeitsplätze weg oder verändert sich grundlegend. Dieser strukturelle Wandel ist unaufhaltsam, und er trifft Entwicklungs- und Schwellenländer besonders hart.
Vorgesehen ist deshalb die Förderung junger Unternehmen in diesen Ländern, insbesondere Reparaturbetriebe für physische Güter und Recyclingunternehmen:
- Vermittlung von Grundkenntnissen, Know-how und unternehmerischen Fähigkeiten
- Zugang zu Werkzeugen, Maschinen und Infrastruktur
- Bereitstellung von Räumlichkeiten
- Vergabe von Krediten und Anschubfinanzierungen
- Aufbau gemeinsam genutzter Reparatur- und Recyclingzentren
Warum sich Unternehmen und Stiftung ergänzen
Die Verzahnung ist keine Konstruktion. Sie ergibt sich aus der Sache.
Der Digitale Produktpass enthält von Gesetzes wegen genau die Angaben, die ein Reparaturbetrieb braucht: Materialzusammensetzung, Ersatzteilverfügbarkeit, Reparatur- und Recyclinganweisungen.
Was die europäische Regulierung den Herstellern abverlangt, ist zugleich das Werkzeug, das reparierendes Kleinunternehmertum andernorts überhaupt erst möglich macht. Über die Kunden und das Netzwerk der Transpareo AG, weltweit gesetzlich verpflichtet, reparatur- und recyclingfähig zu produzieren, lassen sich daraus gezielt Kooperationen anstossen.
Aus einer Compliance-Pflicht in Europa wird eine Erwerbsgrundlage anderswo.
Für Kooperationen und Zuwendungen
Kunden und Partner der Transpareo AG können sich unmittelbar einbringen: mit Produktwissen, technischer Ausbildung, Werkstattausstattung oder Kontakten zu Herstellern. Die Stiftung schafft den Rahmen, in dem unternehmerische Kompetenz, finanzielle Zuwendungen und praktische Zusammenarbeit gemeinsam wirken.
Mensch. Unternehmer. Macher.
Das 2025 erschienene Workbook behandelt, was die meisten Gründerratgeber auslassen: die Unternehmerpersönlichkeit selbst. Mindset, Soft Skills, Selbstführung, Haltung.
Kein Hochglanz-Versprechen, sondern fundiertes Wissen aus rund fünfzig Jahren Unternehmerpraxis. Mit Reflexionsfragen, Checklisten, persönlichen Anekdoten und Sonderkapiteln zu bewährten Prinzipien, darunter das Reichelt-Prinzip.
Zum Buch: mensch-unternehmer-macher.com