Günter Reichelt
DEEN

Laufbahn

Geboren im Juni 1949 im Rheinland. Deutsch-schweizerischer Unternehmer, seit 2000 in Zürich.

1965

Die Grundlage

Ausbildung zum Industriekaufmann in einer Weberei für hochwertige Herrenanzugstoffe. Handschlagmentalität, Lieferantentreue, der Kunde als wichtigste Grösse. Sein eigenwilliger Umgang mit Kunden und Korrespondenz fällt früh auf. Er erhält die Betreuung der Musterabteilung.

1970

Erste Führungsposition, mit 20 Jahren

Verkaufsleiter Innendienst einer Stickereifabrik für hochmodische und traditionelle Stickereien. Er interpretiert den damals streng konservativen Korrespondenzstil vollständig neu. Parallel Abendstudium zum Textilingenieur an der Ingenieurschule für Textilwesen in Wuppertal.

1970-1976

Aufstieg in der Modeindustrie

Geschäftsführung eines grossen Modekaufhauses, Vorstand einer Werbegemeinschaft, Vertriebs- und Marketingleiter eines Modeunternehmens.

1976

Geschäftsführung

Mittelständische Kleiderfabrik mit 108 Mitarbeitenden. Aufbau einer Lohnproduktion in Nordgriechenland, zu einer Zeit, als dort noch die Militärjunta herrschte.

1977

Selbständigkeit

1981

Bildschirmschwenkarme

Erfindung, Gebrauchsmuster- und Markenschutz, internationale Designpreise. Aufbau eines Industriebetriebes für die Fertigung.

Mitte 1980er

Jahresarbeitszeit und Fertigungswertbeteiligung

Eigenes Arbeitszeit-, Entlohnungs- und Kundenorientierungssystem für die gewerblichen Mitarbeitenden.

1990/1991

CIM-Akademie Magdeburg

Berufung in den Vorstand der CIM-Akademie, eines An-Instituts der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, unmittelbar nach dem Mauerfall. Gegenstand: Computer Integrated Manufacturing, die Verbindung von Informationstechnik, Produktionsabläufen und Unternehmensorganisation.

Es war eine Berufung in eine Institution, die es wenig später nicht mehr gab. Im Zuge der Stasi-Überprüfung wurden rund 70 Prozent der 37 Professoren der Akademie aus dem Dienst entfernt; die Akademie wurde aufgelöst. Reichelt hat diese Zäsur, die in der ostdeutschen Gesellschaft bis heute nachhallt, aus der Nähe erlebt.

seit 2000

Albis AG, Zürich

Branchenunabhängige Unternehmens- und Marketingkonzepte für mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Besondere: Die Albis AG übernimmt die Verantwortung für das Funktionieren ihrer Konzepte in der Praxis. Daraus folgen unter anderem Verwaltungsratsmandate.

2008

Cosmetic Analysis

Konzept für die Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit, entwickelt mit Andrea Lehr, technisch umgesetzt von André Pankratz. Am 5. Juni 2008 geht die Plattform online. Gründung der CosmeticAnalysis Est.; Reichelt wird ehrenamtlich CEO und Verwaltungsrat.

2012

Weltweit erstes interaktives Qualitätssiegel

2020

Übernahme und Neuentwicklung

Nach Einstellung der Trägerstiftung übernehmen Reichelt und Andrea Lehr die CosmeticAnalysis Est. zu gleichen Teilen. André Pankratz entwickelt die technische Infrastruktur vollständig neu: der Beginn von Transpareo.

2022

Transpareo AG, Zug

Ausgliederung der Webentwicklung als Spinoff.

2026

Agentic Leadership Architecture und Transpareo Foundation

Launch des Self-Service-Portals transpareo.com. Gründung der Stiftung eingeleitet.